Feiner, endloser Sandstrand, so weit das Auge reicht, hübsch getupft mit weiß-blauen Strandkörben. Knapp acht Kilometer zieht sich diese Freiluftarena hin, und das Siegel „Deutsche Riviera“ ist gar nicht so tollkühn, wie es auf den ersten Blick erscheint, denn Kühlungsborn, Mecklenburgs größter Bade- und Erholungsort, rangiert auf der Skala der Sonnenorte weit oben. Maritimes Flair auch an der Marina: Der Bootshafen ist ein ständiger Besuchermagnet für Urlauber und Einheimische und das Segelgebiet bis Warnemünde ein reizvolles Revier mit günstigen Winden und attraktiven Zielen. Der zentral gelegene Stadtwald und die drei Kilometer lange Strandpromenade laden zu abendlichen Spaziergängen ein. Einmalig ist der durchgängig unverbaute Blick auf Meer und Strand. Ein Genuss, wenn die Sonne den Himmel und das Meer in faszinierende Farben taucht …
Um die Wende zum 19. Jahrhundert, als der Ort Kühlungsborn noch aus den drei Dörfern Arendsee, Brunshaupten und Fulgen bestand, machten sich Adel und Großbürgertum daran, ihre ganz individuellen Domizile in dem jungen Seebad zu errichten. Dabei konnten die Bauherren ihren architektonischen Wünschen freien Lauf lassen. Ob in Anlehnung an Renaissance, Barock oder Klassizismus – in der Bäderarchitektur fand auf spielerische Art und Weise zusammen, was noch nie zusammengehörte. Einzige Übereinstimmung: Die Villen bekamen die charakteristische Farbe Weiß. Nicht minder beeindruckend ist ein Ausflug mit der Bäderbahn Molli zum Doberaner Münster, einer Zisterzienserklosterkirche aus dem 14. Jahrhundert. Ruhesuchende ziehen sich zurück in die südlich gelegene Kühlung, eine verwunschene, dicht bewaldete Hügellandschaft.