Wertschöpfung durch Wertschätzung

Der Upstalsboom Weg - die Geschichte.

Der Begriff Upstalsboom bezeichnet eine altfriesische Thingstätte aus dem 14. Jahrhundert. Dort stand ein Baum („Boom“), an dem die Pferde aufgestallt („upstallt“) wurden, wenn sich die friesischen Häuptlinge trafen, um in der Gemeinschaft Gleichgesinnter neue Kraft zu schöpfen.

Seit 1976 ist Upstalsboom auch ein friesisches Unternehmen, welches aktuell mit 650 Upstalsboomern ca. 350.000 Gäste pro Jahr in seinen 65 Hotels und Ferienwohnungsanlagen an der Nord- und Ostsee, sowie in Berlin, begrüßt.

Bis zum Jahr 2010 war das Handeln vieler führender Upstalsboomer geprägt von den Prinzipien der klassischen Betriebswirtschaftslehre. Ihr Fokus lag darauf Gewinne zu maximieren. Um dies zu erreichen, haben sie zu viel gemanagt (Zahlen, Daten, Fakten) und zu wenig geführt (Menschen). Ihr Umgang mit Menschen orientierte sich dabei zum Teil unbewusst an den machtgeprägten Grundsätzen von Machiavelli (Zuckerbrot und Peitsche, Führung als Privileg, Intransparenz als Machtinstrument).

Vor vier Jahren waren es die vernichtenden Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung, die mich als Geschäftsführer von Upstalsboom sehr betroffen gemacht haben; die Mitarbeiter fühlten sich schlecht geführt. Die Erkenntnis, dass der „Fisch am Kopf (also bei mir) anfing zu stinken“, war sehr ernüchternd und schmerzhaft. Ich entschloss mich, mich und Upstalsboom zu ändern. Eineinhalb Jahre lang ging ich regelmäßig in ein Benediktinerkloster, um von Pater Anselm Grün und dem „Team Benedikt“ für mich neue Sichtweisen zu verstehen. Parallel hierzu beschäftigten wir uns mit dem Corporate Happiness Ansatz, der auf Basis der positiven Psychologie Menschen dabei unterstützt, glücklicher werden zu können. Im Spannungsfeld zwischen Spiritualität und Wissenschaft begannen wir mit immer mehr Upstalsboomern einen neuen Weg zu beschreiten, den Upstalsboom Weg.

Seitdem konnten wir auf unserem neuen Weg einen unternehmenskulturellen Paradigmenwechsel einleiten. Gemeinsam haben wir eine Kultur der Authentizität entwickelt, in der immer mehr Mitarbeiter im Unternehmen das leben können, was ihnen als Mensch wichtig ist, was ihnen Freude bereitet und wofür sie ein Talent haben. Immer mehr Mitarbeiter konnten sich auf dem Upstalsboom Weg vom Leben im Hamsterrad zum Fels in der Brandung bewegen. Das Prinzip, mit dem wir diesen Weg beschritten haben, lässt sich mit „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ gut beschreiben, die „queren“ Gedanken und gebrochenen Muster wie folgt gegenüberstellen: Führung ist Dienstleistung, kein Privileg; Humanpotential statt Humanressource; die Lebenszeit sehen und nicht zwischen Arbeits- und Freizeit differenzieren; den Menschen sehen und ihn nicht in Generation und Geschlecht clustern.

Das konnten wir bisher erreichen: Mitarbeiterzufriedenheit plus 80%, Senkung der Krankheitsquote von 8% auf unter 3%, Anzahl der Bewerbungen plus 500%, Steigerung der Gästezufriedenheit auf 98%, Verdopplung der Umsätze innerhalb von drei Jahren bei signifikanter Steigerung der Produktivität. Unser intuitiv gedrehter Kurzfilm wurde in nur 8 Monaten in über 80 Ländern 45.000 Mal heruntergeladen. Er wurde als weltweit beste PR im Bereich Company Philosophy and Portrait ausgezeichnet, gewann einen Filmpreis und lief in den Kinos von München, Zürich, Darmstadt, Karlsruhe und Frankfurt. Neben vielen weiteren Auszeichnungen und Preisen wurden wir von TOP JOP als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet und erhielten von der Cosmopolitan hierbei den Sonderpreis Fokus Frauen.

Weitere Informationen über Upstalsboom sind, unter anderem, in einer Publikation der brandeins zu finden.

Bodo Janssen
-Geschäftsführer-